Eine Atemtechnik anleiten sieht manchmal einfacher aus, als es ist.
Eine verlängerte Ausatmung kann eine Person beruhigen – und bei einer anderen Druck oder Atemhunger auslösen.
Genau deshalb bedeutet professionelle Breathwork-Begleitung mehr, als möglichst viele Techniken zu kennen.
Schritt 1: Was löst die Technik im Körper aus?
Kläre, wie die Übung Atemvolumen und CO₂-Haushalt beeinflusst, welche Reaktionen auftreten können und welche Kontraindikationen zu beachten sind. Auch scheinbar sanfte Übungen sind nicht automatisch für jede Person regulierend.
Schritt 2: In welchem Zustand ist dein Gegenüber?
Braucht die Person gerade Stabilisierung, Aktivierung oder vor allem Orientierung? Ist sie präsent, erschöpft, angespannt oder überfordert? Gute Begleitung beginnt mit Beobachtung und Nachfrage.
Schritt 3: Welche Technik passt jetzt?
Es gibt keine Universallösung. Atempausen können bei Panikmustern schwierig sein, großes Atmen kann Überatmung verstärken. Wähle eine Intervention, die zur Person und ihrer Situation passt.
Schritt 4: Wie dosierst du die Intensität?
Beginne eher sanft und verändere Dauer, Tempo oder Intensität anhand der Rückmeldungen. Erinnere daran, dass jede Person selbst entscheiden und jederzeit pausieren darf.
Schritt 5: Wie begleitest du die Integration?
Frage nach Empfindungen, Emotionen und dem Erleben während der Praxis. Was war hilfreich? Was war zu viel? Was nimmt die Person in den Alltag mit? Die Session endet nicht beim letzten Atemzug.
Fazit
Sichere Atembegleitung entsteht aus Wissen, Beobachtung, individueller Dosierung, Einverständnis und Zeit für Integration. Nicht aus einem starren Skript.
Unsere Intesoma® Breathwork-Ausbildung
Wenn du Breathwork fundiert, individuell und traumasensibel anleiten möchtest, lernst du in unserem 12-monatigen Training Atemphysiologie, praktische Anwendung, Prozessbegleitung und die Grenzen deiner Rolle kennen.
→ Mehr über die Intesoma® Breathwork-Ausbildung erfahren
Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen 🙂
Alles Liebe,
Conni & Christine